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Über Journalistenanfragen zu mehr Backlinks und Brand-Awareness

Dank Journalistenanfragen zu vielen und qualitativ hochwertigen Backlinks

Im Job eines SEO-Profis gehört Linkbuilding zweifellos zu den schwierigsten Tätigkeiten. Gewissenhaft verfolgt, bringt diese Massnahme aber den höchsten Ertrag. Denn: Backlinks signalisieren Google und anderen Suchmaschinen die Beliebtheit eines Inhalts und sind zu einem grossen Teil für dessen Ranking verantwortlich.

In meinem letzten Artikel über Suchmaschinenoptimierung habe ich die Geheimwaffe für schlagkräftigen Content vorgestellt: Comprehensive Content. In diesem Post stelle ich nun die Geheimwaffe für schlagkräftiges Linkbuilding vor: Viele qualitativ hochwertige Backlinks mit einer hohen Autorität in führenden, reichweitenstarken und branchenspezifischen Publikationen. Diese lassen sich am besten durch die Beantwortung von Journalistenanfragen erlangen. Dabei werden Journalisten, Blogger und Influencer beim Schreiben ihrer Artikel durch wertvollen Input wie Kommentare, zusätzliche Ressourcen, Produkte zum Testen, Branchenwissen unterstützt. Auch ganze Artikeltexte werden von Experten in Unternehmen beigesteuert. Als Gegenleistung wird meist im Artikel eine Erwähnung mit Backlink auf die Seite des Experten gesetzt.

So funktioniert’s: Professionelle Plattformen für den Austausch

Dies geschieht meist über Plattformen, wie HARO (Help A Reporter Out) oder ResponseSource, bei denen Journalisten unkompliziert Anfragen an Experten des jeweiligen Bereichs stellen können. Der Experte mit dem jeweils besten und schnellsten Pitch/Quote/Antwort bekommt den Zuschlag und kann nun mit seiner Expertise den Artikel des Journalisten bereichern. Beispielsweise könnte ich mich als Blogger dort anmelden und für diesen Artikel einen Kommentar eines Marketing-Managers eines KMU über konkrete Erfahrungen mit Press-Request-Alert-Services anfragen. Daraufhin würden Experten im Themengebiet Marketing & Medien über diese Anfrage benachrichtigt und könnten mir eine Antwort schreiben.

Bezahlt werden diese Plattformen meist von den Firmen, die die Journalistenfragen beantworten. Dies sind zu einem grossen Teil PR-Abteilungen. Dieses System funktioniert erstaunlich gut und wird im englischsprachigen Raum schon rege genutzt, oft auch von grossen Publikationen wie WIRED und der New York Times. Diese Art ist klassisches Inbound-Marketing: Durch das Beisteuern von relevanten Informationen wird dem Leser (wie auch dem Autor) dieser Publikationen bei der Lösung von Herausforderungen oder beim Stillen seines Wissensdurstes geholfen.

Interessierte Leser haben des Weiteren die Möglichkeit, über einen Backlink auf die Seite des Experten zu gelangen, um sich dort genauer zu informieren oder sogar schliesslich von dessen Produkten und Dienstleistungen Gebrauch zu machen. Die zahlreichen Vorteile für die Experten der Unternehmen liegen auf der Hand: Link-Equity, Social-Media-Exposure, Brand-Awareness, zielgruppenspezifischer Traffic, Konversationspotential, Demonstration von Expertise, um nur ein paar zu nennen.

Überblick über beliebte Journalistenanfragen-Plattformen

Die folgende Tabelle listet die aktuell wichtigsten Press-Request-Alert-Services auf und gibt Informationen zu ihren Kosten, Funktionen, geografische und sprachliche Ausrichtung und abgedeckte Themenkategorien.

Service Kosten [$/Monat] Funktionen GEO Themen
HARO Free, Standard: 19, Advanced: 49, Premium: 149 Free: Mail-Benachrichtigungen /  Standard: Alles von Free + Keyword-Benachrichtigungen, Profil für Pitchs, Smartphone-Benachrichtigungen, Suche / Advanced: Alles von Standard + 3 Keywords, + 3 Profiles, + Vorsprung / Premium: Alles von Premium + unlimitierte Keywords, unlimitierte Profile Englischsprachige Welt Master HARO (umfasst jede Kategorie), Business und Finanzen, High Tech, Biotech und Gesundheitswesen, Energie und Green Tech, Lifestyle und Fitness, Sport, Unterhaltung und Medien, Öffentliche Politik und Regierung, Bildung, Allgemein, Geschenktüte, Reisen und Vereinigtes Königreich
ResponseSource 440 - 935 £ pro Jahr, Medizin & Pharmazie: 535 £ / DACH: kostenlose Einführungsphase Datenbank mit Medienkontakten, Journalistenanfragen-Service, Pressemitteilungen-Distributionskanal, Medienjob-Börse UK, DACH Wirtschaft & Finanzen, Kinder & Jugendliche, Computer & Telekommunikation, Bau & Immobilien, Verbrauchertechnologie, Bildung & Human Resources, Unterhaltung & Kunst, Umwelt & Natur, Landwirtschaft & Tiere, Lebensmittel & Getränke, Gesundheit, Haus & Garten, Freizeit & Hobbys, Produktion, Ingenieurwissenschaft & Energie, Medien & Marketing, Medizin & Pharmazie, Männerinteresse, Autofahren, Personal Finance, Öffentlicher Sektor & Recht, Handel & Mode, Sport, Transport & Logistik, Reisen, Fraueninteresse & Schönheit
Recherchescout Basic: kostenlos, Business: ab 79 €, Pro: ab 158 €, Nonprofit: ab 39 € 1. Mehr als 2’000 Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum haben sich registriert und senden Anfragen, um Gesprächskontakte, Informationen und Medienmaterial zu gewinnen, 2. 32 Themengebiete stehen zur Wahl DACH Bau & Immobilien, Bildung, Chemische Industrie, Digitalisierung, Energie & Rohstoffe, Essen & Trinken, Finanzen & Finanzmarkt, Freizeitgestaltung & Hobbys, Handel, Heim & Garten, IT & Telekommunikation, Körperpflege & Kosmetik, Kunst & Kultur & Unterhaltung, Land- und Forstwirtschaft, Management & Karriere, Marketing & Werbung, Maschinen- und Gerätebau, Medien & Kommunikation, Medizin & Gesundheit & Pharma, Mensch & Gesellschaft, Mittelstand, Mobilität & Logistik, Mode & Lifestyle, Personalwesen & Arbeitsschutz, Politik, Ratgeber- und Verbraucherthemen, Recht, Sport & Fitness, Technik & Technologien, Tourismus & Reisen, Umwelt & Natur, Wissenschaft & Forschungƒ
Muck Rack nicht angegeben 1. Matching mit Journalisten, Blogger und Freiberuflern, 2. Medienmonitoring und Krisenprävention mit Muck Rack Alerts, 3. Listen, 4. Reporte über Kampagnen und Berichterstattung weltweit Kunst & Unterhaltung, Wirtschaft & Finanzen, Kriminalität & Justiz, Bildung, Energie, Umwelt, Essen & Trinken, Gesundheit, Lifestyle, Medien, Militär, Politik, Immobilien, Religion, Wissenschaft (Biotechnologie), Sport, Technologie, Transport, Reisen
Gorkana nicht angegeben Mediendatenbank, Monitoring, Social Media, Analyse, Umfragen UK, EU, DACH, US nicht angegeben
Source Bottle kostenlos Möglichkeiten für Öffentlichkeitsarbeit für Unternehmen und private Personen Australia, New Zealand, UK & Republic of Ireland, Canada, United States Agriculture, Animals & Pets, Arts, Entertainment & Media, Banking & Personal Finance, Business, Education, Employment & Workplace Relations, Environment, Family & Parenting, Finance, FMCG, Food & Wine, General, Health & Medical, Human Interest, Internet, Leisure/Recreation Management, Lifestyle & Fashion, Management, Manufacturing, Marketing & Advertising, Politics, Government & Policym Professional Services, Property & Real Estate, Public Relations, Retail, Small business & Franchising, Sport & Fitness, Superannuation, Tax, Technology, Transport & Aviation, Travel
Press Quest kostenlos Vermittlung von Expertenkommentaren in Nachrichtenartikeln UK Essen und Trinken, Haus, Familie und Lifestyle, Business, Wirtschaft, Finanzen, + mehr
PitchRate kostenlos PitchRate.com bietet eine Artikeldatenbank, die Experten und Publizisten die Möglichkeit gibt, ein Online-Profil zu erstellen und Artikel für Journalisten und Medien hochzuladen. Englischsprachige Welt Business & Finanzen, Gesundheit & Fitness, Personal Finance, Transport, Kunst & Unterhaltung, Familie, Non-Profit, Freizeit & Reisen, Technologie, Geschenke, Liebe & Beziehungen, Kunst, Handwerk & Schreiben, Bildung, Sport, Autoren, Automobil, Public Relations, Urlaub, Tiere & Haustiere, Support, Design, Entwicklung, All Things Green, Design & Living, Schönheit, Trendige Produkte, Erziehung, Geschäftliche Leistung, Persönliches/Business Coaching, Kommunikation, Religion/Spiritualität, Lebensstile, Buchhaltung/Finanzen, Umwelt, Wissenschaft, Medizin/Gesundheit, Geistesgesundheit/Psychologie, Politik/Geschichte, Design/Architektur, Allgemein, Immobilien/Hypotheken, Karriere, Bücherschreiben & Publizieren
JournoRequests kostenlos Matching mit Journalisten und Bloggern, Suche nach Berichterstattungsmöglichkeiten auf Twitter. Jeden Tweet mit dem #journorequests Hashtag wird nach Prüfung umgehend per E-Mail-Benachrichtigung an die Experten gesendet UK + weltweit Technik, Wirtschaft & Finanzen, Recht, Immobilien, Bildung, Unterhaltung, Mode & Schönheit, Gesundheit & Fitness, Lifestyle, Wohltätigkeit, Beziehungen, Eltern & Kinder, Essen & Trinken, Reisen, Allgemein
ProfNet 1'650 pro Jahr für eine einzelne Branche 1. E-Mail mit Fragen von Journalisten und anderen, die nach Expertenkommentaren suchen + Anfragen nach Referenten für Konferenzen und Messen, 2. Verknüpfung der Expertenprofile mit den Pressemitteilungen, 3. Interaktiven Online-Community für Journalisten, Blogger, PR-Profis, 4. Möglichkeit zur Einflussnahme auf die Berichterstattung über aktuelle Themen, indem die Medien auf die Verfügbarkeit der relevanten Experten aufmerksam gemacht werden. weltweit Auto, Rundfunk, Konsumgüter, Energie, Umwelt, Besonderes, Finanzdienstleistungen, Allgemeines Geschäft, Gesundheitswesen, Schwerindustrie, Medien, Sonstige, Öffentliche Angelegenheiten, Sport, Technologie, Transport, Reisen
NARO PR kostenlos 1. Verkürze die Zeit, die du benötigst, um qualitativ hochwertige Medienangebote zu finden.

2. Einbindung von mehreren E-Mail-Adressen für Branded Outreach, 3. Suche nach Kategorie, Stichwort oder Deadline, 4. Die Domain Authority der Veröffentlichungsdomain des Journalisten kann automatisch für die Priorisierung herangezogen werden

weltweit nicht angegeben

So gehst du die Sache an

Vorbereitung:

  1. Melde dich bei einem Press-Request-Alert-Service an, abonniere eines deiner Kernthemen und verfolge die eingehenden Anfragen für 1 bis 2 Wochen ohne zu antworten. Dies hilft dir, ein Gefühl für die Funktionsweise dieser Services zu erlangen.  
  2. Erstelle eine Liste von Experten aus verschiedenen Fachbereichen deines Unternehmens. Bitte sie, kurze Zitate zu ihren Themen beizusteuern. Nun bist du perfekt für einkommende Anfragen vorbereitet.
  3. Recherchiere für dich passende Plattformen (in der unteren Tabelle findest du eine Auflistung der wichtigsten Angebote) und melde dich bei ihnen an.
  4. Errichte in deinem E-Mail-Client eine intelligente Ordnerstruktur mit Regeln, welche sich um die eingehenden Anfragen dieser Services kümmert. In einer ersten Ordnerebene gilt es, durch Domainfilter die E-Mails nach den verschiedenen Domains der Press-Request-Alert-Service zu trennen. In einer weiteren dieser untergeordneten Ordnerebene gilt es, die E-Mails mit Keyword-Filter nach Thema zu trennen. Schliesslich empfiehlt es sich, E-Mails von anvisierten Publikationen mit Regeln zu flaggen. Um auch mobil und bei besonders wichtigen Anfragen umgehend benachrichtigt zu werden, kann man sich über Services wie IFTTT SMS-Nachrichten bei eingehenden E-Mails mit einer bestimmten Regel senden lassen.

Bearbeitung:

  1. E-Mail mit persönlicher Vorstellung, Beschreibung der relevanten Qualifikationen sowie 2 bis 3 Zitate oder sonstigen Input zur Beantwortung der Anfrage schreiben. Setze in die Betreffzeile den Namen der Vermittlungsplattform sowie eine Beschreibung des Themas. Vergiss nicht, die Kontaktkoordinaten sowie die URLs deiner Social Profiles am Ende des Mails zu erwähnen. Nimm von unseren E-Mail-Templates gebrauch, passe sie an deine individuellen Bedürfnisse an und entwickle sie nach deinen Wünschen weiter. Schicke das Antwort-E-Mail so schnell wie möglich zurück, mach aber keine Abstriche bei der Qualität. Wenn ein längerer Input gewünscht ist, schreibe sofort zurück und informiere dabei, bis wann du den gesamten Text liefern kannst und gib einen Überblick/Auszug über den Text.
  2. Bitte den Journalisten, bei der Quellenangabe Backlinks auf deine Seite zu setzen. Diese Frage sollte erst fallen, wenn dein Input vom Journalisten ausgewählt wurde und zwischen euch genügend Austausch stattgefunden hat. Bestehe nicht darauf, wenn es nicht dazu kommt, Beziehungen entstehen nicht aus Druck. Teile schliesslich den Artikel auf Social-Media.

Achtung:

Journalisten legen vor allem auf folgende Punkt viel Wert:

  1. Gib deinen vollen Namen, Position und Firma an.
  2. Beantworte möglichst schon in deiner ersten Nachricht an den Journalisten seine Fragen druckfertig. Oder gib ihm einen handfesten Grund, auf deine Antwort noch etwas zu warten.
  3. Liefere deine Antwort mit Hintergrundinformationen zu dir und deinem Input. So hilfst du dem Journalisten bei der weiteren Recherche wie auch beim Fact- und Source-Checking. Erledige alle möglichen Tätigkeiten, die der Journalist in diesem Zusammenhang machen müsste und spare ihm so Zeit.
  4. Deine Antwort sollte so kohäsiv und gründlich wie möglich ausfallen. Eine durchdachte und professionelle Antwort in gepflegter Sprache ist ein Muss.  

Erprobte E-Mail-Templates für die Kommunikation mit Journalisten

Diese Templates können dir eine Hilfe beim Aufsetzen deiner Pitchs an die Journalisten sein. Sie wurden von uns aus dem Englischen übersetzt und stammen ursprünglich von Matthew Barby, seines Zeichen SEO-Experte und Director of Acquisition bei HubSpot.

Betreff: ResponseSource [Füge hier das Thema ein, das du auf Bitte des Reporters kommentieren sollst]

Body-Text: Hallo [Vorname]

Mein Name ist [Dein Name], [Deine Positionsbezeichnung und Name des Unternehmens]. Du hast via [Name des Services (z.B. HARO)] um Input für deinen aktuellen Artikel gebeten. Ich unterstütze dich sehr gerne.

Meine Antworten auf deine Fragen:

  1. Ein bis zwei Sätze (maximal), die in direktem Zusammenhang mit der Frage des Reporters stehen und diese kommentieren bzw. beantworten.
  2. Ein bis zwei Sätze (maximal), die in direktem Zusammenhang mit der Frage des Reporters stehen und diese kommentieren bzw. beantworten.
  3. Ein bis zwei Sätze (maximal), die in direktem Zusammenhang mit der Frage des Reporters stehen und diese kommentieren bzw. beantworten.
  4. Ein bis zwei Sätze (maximal), die in direktem Zusammenhang mit der Frage des Reporters stehen und diese kommentieren bzw. beantworten.

Solltest du weitere Informationen benötigen, melde dich einfach per E-Mail oder telefonisch bei mir.

Mit besten Grüssen

[Dein Name, Unternehmen, Positionsbezeichnung]

[Deine Twitter/LinkedIn URL]

[Kontaktdaten / Telefonnummer / E-Mail-Adresse]

Hallo [Vorname],

besten Dank für deine Rückmeldung. Ich freue mich darauf, den finalen Artikel zu lesen, sobald er online ist.

Könntest du mir nach der Veröffentlichung bitte die URL zusenden? Dann werde ich den Beitrag auf meinen Social-Media-Kanälen verteilen. Und wenn du mich als Quelle in deinem Artikel erwähnen möchtest, kannst du gerne die URL meiner Website verwenden: [URL deiner Webseite].

Solltest du in Zukunft wieder Input von mir benötigen, melde dich einfach jederzeit direkt bei mir.

Besten Dank und liebe Grüsse

[Dein Vorname]

It’s the relationships and human connection, stupid!

Zeigt sich die Zusammenarbeit zwischen Journalisten/Herausgebern und Experten als gegenseitig fruchtbar, können sich daraus durchaus längerfristige Beziehungen entwickeln. Dabei wird durch das gegenseitige Helfen nicht nur ein positives wechselseitiges Verhältnis aufgebaut, sondern es kommt nicht selten in Folge langfristig zu weiteren Gelegenheiten für professionellen Austausch und gegenseitige Bereicherung. Natürlich müssen diese Beziehungen auch gepflegt werden. Bleibe so gut es geht mit diesen Personen im (persönlichen) Kontakt sowie kommentiere, teile und like ihre Social-Media-Posts.

Es lohnt sich vor allem, mit freiberuflichen Journalisten eine Beziehung einzugehen, da diese meist für mehrere (renommierte) Publikationen gleichzeitig Inhalte liefern und deine Chance deshalb auch steigt, in diesen zu erscheinen.

Vor allem aber sollten diese Beziehungen von gegenseitigem Nutzen und Wertschätzung geprägt sein. Sei selbstlos und zeige dich nützlich! Helfe Reportern auch mal bei Stories, die nicht dein Unternehmen bzw. Kunden als Gegenstand haben und wenn diese es tun, positioniere sie in einem realistischen Licht auf angemessene Weise. Wenn du also beispielsweise auf eine bestimmte Journalistenanfrage keine Antwort hast, aber jemanden kennst, der diese Frage höchstwahrscheinlich beantworten kann, lohnt es sich, den Journalisten auf diesen Kontakt hinzuweisen. Besitzt du zu einem Artikel nur Halbwissen, versuche nicht, dieses unbedingt da rein zu pressen. Wenn du für Input zu einem Artikel eines deiner Journalisten-Kontakte zwar nicht direkt angefragt wurdest, aber trotzdem Wissen, Recherche und Tipps beisteuern kannst, zögere nicht, dies ihm anzubieten. Ein breites Allgemeinwissen und ein grosses, heterogenes soziales Netzwerk sind in diesem Fall Gold wert. Denke langfristig und lege nicht zu viel Wert auf kurzfristige Resultate. Empfehle auch andere PR-Profis und Unternehmen, wenn es anderen nützt.

Recherchieren gute Journalisten selbst?

Diese Art der Informationssammlung und Öffentlichkeitsarbeit kam in der Vergangenheit ab und zu in Kritik. Oftmals wurden damit eine angebliche Kommerzialisierung des Journalismus und ungenügende Achtung journalistischer Prinzipien verbunden. So wurde diese Methode im Podcast „Journalismus Y“ der Schweizer Medienwoche pointiert als „Verkauf von Journalisten“ beschrieben. Dabei gelang es den Autoren dieser Publikation sogar, eine geheime Botschaft, nämlich „Gute Journalisten recherchieren selbst“, in ein Newsletter-Mailing der Plattform ResponseSource zu schmuggeln, nachdem dieser Service sie um einen Gastartikel gebeten hatte.  

Auch vor Fake News sind diese Plattformen nicht ganz sicher. Ryan Holiday, Medienstratege und ehemaliger Marketingdirektor für American Apparel gelang es im Rahmen eines Experimentes unwahre (aber zum Glück harmlose) Stories und Behauptungen in Publikationen wie ABC News, CBS, MSNBC und New York Times zu bringen. Während des Experimentes erhielt er nur ein Fact-Checking-E-Mail.

Dennoch: Für einen verantwortungsvollen Umgang, wie Fact- und Source-Checking und das Einhalten weiterer journalistischer Standards, sind primär die Journalisten zuständig. Diese Art von Informationssammlung kann in vielen Fällen durchaus Sinn machen. Es gilt genau herauszufinden, wann dies der Fall ist. In englischsprachigen Ländern wird diese Methode auch von grossen Medienhäusern angewandt. Nicht zuletzt steigt so die Chance kleinerer Unternehmen, in wichtigen Publikationen erwähnt zu werden. Und nicht zuletzt sollten auch die PR-Profis die Journalisten und deren jeweilige Publikationen führen. Eine Erwähnung und Backlink auf einer unseriösen Website fallen sowohl bei Google wie auch den Rezipienten negativ auf.

Fazit

Öffentlichkeitsarbeit mit Journalistenanfragen-Plattformen wie HARO oder ResponseSource ist nach etwas Vorbereitung und Übung ein effizientes Mittel, um an mehr Backlinks und Brand-Exposure zu kommen. Leider werden diese Services bis jetzt hauptsächlich in der englischsprachigen Welt in Anspruch genommen. Idealerweise entwickeln sich aus dessen Nutzung längerfristige, wechselseitige Beziehungen zwischen Experten und Journalisten. Bei der Nutzung dieser Plattformen ist jedoch auf beiden Seiten Vorsicht geboten. Probier’s aus!

Quellen:

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